Hans-Jürgen Rehfeld

Der arme Kauz aus Brandenburg – Heinrich von Kleist in Brandenburg und Berlin

Ein literarischer Reiseführer

Aus allen Äußerungen Heinrich von Kleists über seine Heimat Brandenburg klingt ein ablehnender Ton. Bereits im ersten überlieferten Brief an die Tante Auguste Helene von Massow spricht er davon, dass Frankfurt für ihn seit dem Tod der Mutter „kein Aufenthalt der Freude mehr sey“. Und der Verlobten Wilhelmine gesteht er: „Ja, wenn Frankfurt nicht größer wäre als der Nonnenwinkel“, hier standen die Häuser der Familien von Kleist und von Zenge. Nur Stätten, die für ihn und seine Braut gemeinsame Erinnerungen bergen, finden sich in den Briefen. Später sollte er gar von „unserm traurigen märkischen Vaterlande“ sprechen und in der Schweiz wird er sich vorkommen wie „ein armer Kauz aus Brandenburg, wo [...] der Künstler bei der Arbeit eingeschlummert zu sein scheint“.

Ist Brandenburg für Heinrich von Kleist also „nichts als Korn auf Sand oder Fichten auf Sand, die Dörfer elend, die Städte wie mit dem Besen auf ein Häufchen zusammengekehrt“?

Der vorliegende Reiseführer zeigt ein anderes Bild vom Brandenburg Kleists. Er will zu einer Entdeckungsreise auf den Spuren des Dichters durch Brandenburg und Berlin einladen. Vorgestellt werden Orte, die direkt oder indirekt mit seinem Leben in Verbindung stehen, vorgestellt werden auch Zeitgenossen, die Kleists Lebenswege für kürzere oder längere Zeit begleiteten.

Der Reiseführer zeigt in aktuellen Farbaufnahmen erhaltene Kleiststätten. Die historischen Abbildungen geben die Orte aus dem Blickwinkel des märkischen Dichters wieder.

Ein Serviceteil mit Hinweisen zu Museen und Kirchen ergänzt den Band und macht so die Spurensuche zu einer Entdeckungsfahrt, meist abseits der touristischen Höhepunkte.

248 Seiten
12 x 21 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-933603-48-7
12,00 €

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